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Die 7 häufigsten Schlafstörer im Schlafzimmer – und was Feng Shui dazu sagt

Aktualisiert: 15. Feb.

Bett mit hohem Betthaupt

In meinem letzten Artikel habe ich dir einen Überblick über die aus Feng Shui-Sicht tieferen Ursachen schlechten Schlafs und wo diese sich in deiner Wohnung widerspiegeln, gegeben.


In diesem Artikel soll es "nur" um das Schlafzimmer gehen.


Wenn der Schlaf nicht erholsam ist, liegt der Fokus meist schnell auf dem Bett: Steht es richtig? Ist die Matratze gut? Aus welchem Material ist das Bett gefertigt?


Aus Feng-Shui-Sicht beginnt guter Schlaf jedoch nicht beim Bett allein, sondern bei der gesamten Wirkung des Raumes auf dein Nervensystem. Viele Schlafstörer sind sichtbar – und werden trotzdem unterschätzt, weil sie „normal“ geworden sind.

Andere sind nicht so offensichtlich, können den Schlaf aber nicht minder stören, weil sie subtil auf dein Unterbewusstsein wirken.


Hier zeige ich dir die 7 häufigsten Schlafstörer, die ich bei Wohnungsbegehungen in vielen Schlafzimmern antreffe.


1. Unordnung – mehr als nur ein optisches Problem

Unordnung gilt als Klassiker unter den Feng-Shui-Tipps. Und ja: Sie wirkt sich unmittelbar auf den Schlaf aus. Ein überfrachtetes Schlafzimmer mit Büchern, Deko, zu vielen Pflanzen oder „Krimskrams“ hält dein Unterbewusstsein in Alarmbereitschaft. Dein Gehirn nimmt permanent Reize auf – auch im Dunkeln.

Besonders ungünstig:

  • volle Ablagen

  • überladene Nachttische

  • Dinge ohne klaren Platz

Schlafen bedeutet Loslassen. Ein Raum, der voll ist, erschwert genau das.


2. Unerledigte Arbeit im Schlafzimmer

Alles, was dein Unterbewusstsein mit „Pflicht“, „Müssen“ oder „Aufschieben“ verbindet, wirkt im Schlafzimmer störend.

Das können sein:

  • Unterlagen - vor allem Arbeitsunterlagen, unerledigte Post

  • Laptop oder Aktenordner

  • Bügelwäsche, Bügelbrett

  • Kleiderstapel

Auch wenn du tagsüber nicht bewusst daran denkst – nachts meldet sich dieses Gefühl von „das ist noch was offen“. Und je mehr sich unerledigte Arbeit im Schlafzimmer stapelt, desto höher wird der unbewusste Stress, der dein Nervensystem nicht runter kommen lässt.


4. Proportionen, die unbewusst Druck erzeugen

Ein besonders häufig unterschätzter Punkt: die Relation zwischen Mensch, Möbeln und Raum. Manchmal wird das Schlafzimmer über die Zeit zu einer Art Stauraum: Zusätzliche Kommoden, größere Schränke, Aufbewahrungslösungen für Kleidung oder Bettwäsche kommen hinzu – alles sinnvoll gedacht. Doch irgendwann entsteht ein Zuviel:


Die Luft scheint förmlich „dicker", und du kannst dich nur schwer entspannen, weil dein Nervensystem unterbewusst auf die räumliche Enge reagiert.

Auch wenn dein Verstand argumentiert, wie notwendig ein Möbelstück ist - dein Körper spürt Proportionen sehr genau.


Deshalb lohnt sich hier ein ehrlicher Blick:


  • Braucht es wirklich jedes Möbelstück?

  • Könnte ein Schrank in einem anderen Raum besser stehen?

  • Welche Kleidung trägst du tatsächlich noch?

  • Welche Wäsche stapelt sich nur, weil „man sie ja noch brauchen könnte“?

  • Müssen wirklich alle Dinge dauerhaft im Schlafzimmer aufbewahrt werden?


Weniger Kleidung, weniger überfüllte Schränke, weniger Möbel. So entsteht freier Raum - visuell ebenso wie unterbewusst für dein Nervensystem. So kann wieder mehr Ruhe und Entspannung einkehren.


5. Die Bettposition – entscheidend für dein Sicherheitsgefühl

Die Bettposition ist ein zentrales Thema im Feng Shui:

  • eine schützende Wand hinter dem Kopf

  • Sicht auf die Tür

  • nicht im „Durchzug“ zwischen Tür und Fenster

Trotzdem stehen viele Betten vor Fenstern oder in direkter Linie zwischen Tür und Fenster. Das geschieht übrigens oft auch deshalb, wenn allein die im Feng Shui geltenden "Glücksrichtungen" beachtet werden - ohne ganzheitliches Feng Shui anzuwenden.


Um entspannt schlafen zu können, braucht das Unterbewusstsein jedoch unbedingt das Gefühl von Sicherheit. Besonders deutlich zeigt sich das bei Kindern: Kinder haben sehr sensible Antennen und reagieren auf eine ungünstige Bettposition oft einfach damit, dass sie nachts zu den Eltern ins Bett wandern.


6. Ungünstige Maße

Früher war der „Goldene Schnitt“ im Möbelbau selbstverständlich. Betten hatten zudem immer ein Kopf- und Fußteil. Mit den heutigen Standardmaßen ist das Gefühl für die Wirkung von Maßen leider oft verloren gegangen.

Feng Shui Meister entwickelten ihr Maßsystem aus jahrelangen Naturbeobachtungen. Die sogenannten günstigen Maße bildeten die Grundlage für den Bau von Betten, Tischen und sonstigen Möbelstücken.

Interessant ist, dass die bei uns gängige Bettlänge von 200 cm im Feng Shui mit Krankheit und sogar Tod verbunden wird. Also ein äußerst ungünstiges Maß.

Doch wir können uns auch hier behelfen: Zum Beispiel mit einem dick gepolsterten Kopfteil oder einer Verlängerung des Bettes über Bank am Fußende.*


7. Elektrische Geräte

Handys, Fernseher, WLAN-Router oder Radiowecker erzeugen elektromagnetische Felder – auch im Stand-by. Befinden sich diese Geräte im Schlafzimmer, können sie zu unruhigem Schlaf, nächtlichem Schwitzen und zu kurzem Schlaf führen.

Besonders problematisch sind netzbetriebene Radiowecker, Steckdosen hinter und Verlängerungskabel unter dem Bett.

Wir glauben, dass unsere Körper doch längst an diese Felder gewöhnt sein müssten. Ja, bis zu einem gewissen Grad bestimmt, Doch unser körpereigenes Magnetfeld ist diesen Strahlen im Schlaf schutzlos ausgeliefert. Das kann eine Zeitlang gut gehen. Doch bei andauerndem Einfluss elektromagetischer Felder kann sich das Immunsystem nicht mehr genügend abschirmen, was nicht nur zu Schlafstörungen, sondern auch anderen Symptomen wie Tinnitus, ständige Unruhe oder schlimmere Krankheiten führen kann.


Warum diese Punkte allein oft nicht reichen

Vielleicht erkennst du dich in mehreren Punkten wieder. Vielleicht hast du auch schon einiges davon verändert – ohne den erhofften Effekt.

Dann liegt das daran, dass das Schlafzimmer nicht isoliert betrachtet werden darf. Schlafprobleme spiegeln oft Themen wider, die in anderen Bereichen der Wohnung und damit des Lebens ihren Ursprung haben.


👉 Im nächsten Beitrag: Warum dein Schlafzimmer manchmal nicht das eigentliche Problem ist – und welche Rolle das Bagua für deinen Schlaf spielt. Genau darum wird es in meinem nächsten Artikel gehen.



*Wenn du nach Möbel mit glücksbringenden Proportionen suchst, hilft dir meine Feng Shui Maßtabelle. Mit einer übersichtlichen Darstellung aller günstigen und ungünstigen Maße in 5,37-cm-Schritten erhältst du sofort Klarheit für Möbel, Türen, Betten und Wohnprojekte.

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